Kundenakquise mit Persönlichkeit: Unsere 3-teilige Postkarten-Serie

Mit einer dreiteiligen Postkarten-Serie haben wir in den vergangenen Wochen gezielt Energieunternehmen auf unsere Dienstleistungen aufmerksam gemacht. Warum physische Mailings? Und warum eine dreiteilige Serie? Hier geben wir Einblick in den Prozess unserer Akquise-Kampagne.

1. Ausgangspunkt und Idee

Wir arbeiten seit über 15 Jahren für Stadtwerke und andere Energieunternehmen. Unser Branchen-Know-how ist ein klarer Wettbewerbsvorteil – also stellten wir uns eine einfache Frage: Wie zeigen wir potenziellen Kundinnen und Kunden in wenigen Sekunden, dass wir ihre Welt verstehen?

Für uns war klar:

  • Unser Sachverstand muss sofort sichtbar werden.
  • Wir wollen einen realen Schmerzpunkt ansprechen.
  • Und wir möchten sympathisch, aber gleichzeitig bestimmt und hartnäckig rüberkommen.

Daraus entstand die Idee einer dreiteiligen Postkarten-Serie. Dreiteilig deshalb, weil wir davon überzeugt sind, dass Wiederholung für Wiedererkennung sorgt. Und weil eine gewisse Hartnäckigkeit in der Akquise manchmal nötig ist – solange sie mit einem Augenzwinkern daherkommt und nicht auf die Nerven geht.

2. Konzeption

Mailing 1: «Andere verstehen hier Bahnhof»

Die Vorderseite zeigt eine Ansammlung branchenspezifischer Abkürzungen – LEG, ElCom, KLEIV, WACC, SDL, vZEV und so weiter. Darüber steht: «Andere verstehen hier Bahnhof.» Wer in der Energiebranche arbeitet, sieht sofort: Die kennen unsere Welt. Auf der Rückseite schärfen wir dann unser Leistungsversprechen.

Gestalterisch haben wir bewusst Platz gelassen für eine handschriftliche Anrede und ein paar Grussworte. Das erhöht die Aufmerksamkeit – gerade in einer Branche, die täglich mit digitalen Anfragen konfrontiert ist.

Mailing 2: «Acht Newsletter sollten es schon sein»

Die dritte Karte thematisiert den internen Druck. Auf der Vorderseite steht: «Acht Newsletter sollten es schon sein. Zumindest, wenn es nach Ihrem Chef geht.» Damit setzen wir bewusst auf ein Augenzwinkern – denn jede Kommunikationsverantwortliche kennt solche Situationen und weiss sofort, wovon wir reden.

Auf der Rückseite greifen wir die operative Realität auf: Wer schreibt diese Inhalte? Woher kommen die Themen? Wie bleiben sie relevant? Damit positionieren wir uns nicht nur als Texter, sondern als Sparringspartner für Themenentwicklung und Contentplanung.

Mailing 3: «Wow, sind die aber hartnäckig!»

Mit der dritten Postkarte nehmen wir humorvoll vorweg, was sich die Empfänger wohl denken: «Wow, sind die aber hartnäckig!»

Damit wollen wir signalisieren, dass wir nicht so schnell aufgeben. Denn wir texten mit Leidenschaft für die Energiebranche. Und genau das bringen wir auf der Rückseite zum Ausdruck.

Zum Abschluss der Postkarten-Serie setzen wir noch einen Akzent: Wir legen als kleines Geschenk eine Schokolade bei – als kleiner Vorgeschmack darauf , was unsere Texte leisten: Sie geben der Kommunikation unserer Kunden einen Energieschub.

3. Feedback aus dem Netzwerk

Wir haben die Entwürfe in unserem Netzwerk getestet. Wir wollten wissen:

  • Funktioniert die Ansprache?
  • Ist das Leistungsversprechen klar genug formuliert?
  • Wird die Ironie im zweiten Mailing verstanden?

Das Feedback hat uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig haben wir wertvolle Hinweise erhalten, um die Mailings noch rechtzeitig zu verbessern.

4. Finalisierung und Versand

Danach ging es an die Ausarbeitung: Wir haben die Vorderseiten grafisch optimiert, die Texte auf der Rückseite geschärft und lesefreundlich gelayoutet sowie die Calls to Action auf den Punkt formuliert. Danach kümmerten wir uns um den Versand: Für eine persönliche Note haben wir die Postkarten von Hand adressiert und die Empfänger direkt mit Namen angesprochen. Dadurch wirkt jede Postkarte persönlich – was manchmal der entscheidende Türöffner ist.

6. Nachfassen

Uns ist bewusst: Auch ein dreistufiges Mailing führt nicht automatisch zu Aufträgen. Daher fassten wir rund zwei Wochen nach dem dritten Versand bei jenen Empfängerinnen und Empfänger telefonisch nach, die wir als besonders interessant einstuften. Dabei ging es nicht um aggressiven Verkauf, sondern um ein offenes Gespräch: Wo steht das Unternehmen? Wo gibt es Kommunikationsbedarf? Wo können wir konkret helfen?

Darum glauben wir an physische Mailings

Seit dem Boom der digitalen Medien – und erst recht in Zeiten von AI Slop – sind physische Mailings zum Premium-Werbemittel avanciert: Kein anderes Medium ist persönlicher, inspirierender und vertrauenswürdiger als das Direct Mailing. Und die Postkarte profitiert von einem zusätzlichen Sympathie-Bonus.

Vorsicht vor dem Deppenleerzeichen

Ob auf Webseiten, in Social-Media-Posts oder in Fachtexten – immer öfter stossen wir auf das, was wir unter Rechtschreibnerds süffisant Deppenleerzeichen bezeichnen. Drei Kostproben:

  • Das Buch steht in der Stadt Bibliothek.
  • Er ist Diplom Ingenieur.
  • Sie bezahlt ihre Rechnung am Post Schalter.

Orthografisch gesehen handelt es sich bei den Kursivsetzungen jeweils um zwei separate Wörter, die nichts miteinander zu tun haben, weil ein Leerzeichen dazwischen liegt:

Stadt. Bibliothek. / Diplom. Ingenieur. / Post. Schalter.

Erst durch die Kopplung oder die Zusammenschreibung der beiden Wörter entsteht die korrekte Bedeutung: Ein Ort, an dem man Bücher ausleihen kann, ist die Stadtbibliothek. Erst durch einen Uniabschluss wird man zum Diplom-Ingenieur. Und der Postschalter ist für manche immer noch die erste Wahl, um ihre Rechnungen zu bezahlen.

Zum Glück ist die Regel, die dahinter steckt, leicht zu merken: Wann immer zwei Wörter zusammen eine neue Bedeutung ergeben, werden sie zusammengeschrieben oder mit einem Bindestrich gekoppelt.